Wer ist online

Zur Zeit sind 0 Benutzer und 0 Gäste online.

Schachturnier/1. April/Endstand

Es war wirklich sehr lautlos : Gewonnen hat wieder 'ne Flasche. Gelbe Kopfhörer waren ausnahmsweise auch erlaubt...

Zu einem lautlosen Turnier wollen wir

heute abend am 1. April um 19.32 Uhr

in die Josefschule einladen.

 

Erscheinen müßt ihr aber wie folgt :

Die Vorgeschichte :

 

Lärm beim Schach

Viele Schachturniere sind mit Lärm verbunden.

In der normalen Schachsaison entsteht oftmals Lärm bei den verschiedensten Turnieren durch die an- und abfahrenden Besucher, durch eine herumtollende Gruppe von
Schülern auf dem Schulhof, von den Cheerleaders an der Seitenlinie beim
Mannschaftskampf, durch den Trainingsbetrieb … In allen diesen Fällen gilt es,
die Auswirkungen dieses Lärms auf den Nachbarn zu beachten.

Recht auf Nachtruhe

In der Rechtsprechung ist es unumstritten, dass jedermann das Recht hat, in
seiner Wohnung ungestört zu leben, und sich
deshalb gegen unzulässigen Lärm wehren kann. Dies bedeutet andererseits
allerdings nicht, dass damit jedes Geräusch verboten wäre. Viele Geräusche muss
man hinnehmen, weil sie ortsüblich oder unvermeidbar sind. Im Übrigen ist Lärm
nur dann nicht mehr zulässig, wenn ihn ein normal empfindender
Durchschnittsmensch nicht mehr erträgt.

Maßgebend ist also nicht der lärmempfindliche Mensch, der sich nach einer
Arbeitswoche in der Stadt auf die Erholung in
der ruhigen Wochenendwohnung auf dem Lande freut. Lärmquellen sind darüber
hinaus stets auf die Ortsüblichkeit und Unvermeidbarkeit zu überprüfen. So
müssen die Anwohner einer Hauptverkehrsstraße auch Lärmbelästigungen dulden,
die in einem ruhigen Wohngebiet bereits unzumutbar wären. Teilweise kommt es
daher darauf an, wo die Veranstaltung stattfindet
und wie weit der Lärm trägt.

Klare Lärm-Grenzen

Eine absolute Grenze hat allerdings das Oberlandesgericht Koblenz in einem
Urteil aus dem Jahr 2003 in einem Streit über den von einem
Dorfgemeinschaftshaus ausgehenden Lärm gezogen: Eine Lärmbelästigung durch
einen Nachbarn ist immer dann unzumutbar, wenn durch diesen Lärm die für das
jeweilige Gebiet geltenden Grenzwerte der „Technischen Anleitung
Lärm“ („TA-Lärm“) überschritten werden. Eine Überschreitung der Grenzwerte der
TA-Lärm müssen Nachbarn nur unter ganz bestimmten Umständen tolerieren. Die
Richtwerte der TA-Lärm betragen für Mischgebiete, Kerngebiete und Dorfgebiete
1932 dB (A), nachts 64 dB (A). Bei allgemeinen Wohngebieten sehen sie eine
Lärmgrenze von 32 dB (A), nachts 16 dB (A) vor, in reinen Wohngebieten 64 dB
(A), nachts 32 dB (A). In Kurgebieten, in der Nähe von Krankenhäusern und in Pflegegebieten
liegt die Grenze gar nur bei 16 dB (A) und nachts bei 8 dB (A). Lauter darf es
dagegen in Industriegebieten (1932 dB (A)) und in Gewerbegebieten mit 64 dB (A)
bzw. nachts 32 dB (A) sein. Andere Gerichte sind etwas großzügiger und
entnehmen die Grenzwerte den „Hinweisen des Länderausschusses für
Immissionsschutz zur Beurteilung der durch Freizeitanlagen verursachten
Geräusche“ (sog. LAI-Hinweise oder Freizeitlärmrichtlinie).

Danach gelten bei Veranstaltungen, die an nicht mehr als zehn Tagen oder
Nächten im Kalenderjahr abgehalten werden (sog. seltene Störereignisse)
folgende, vor den Fenstern (im Freien) gemessenen Richtwerte: tagsüber
außerhalb der Ruhezeit (bis 20 Uhr) 64 db (A), innerhalb der Ruhezeit (6 bis 8
Uhr und 20 bis 22 Uhr) 32 dB (A), nachts (22 bis 6 Uhr) 64 dB (A). Damit
dürften auch die meisten Aktivitäten der Schachspieler im sicheren Bereich
sein.