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Sonderbericht SK 32 I

Schach: SK 32 ist noch längst nicht matt
Von Florian Habersack am 2.02.2009 18:26 Uhr Münst. Zeitung-Lokalsport
MÜNSTER Ohne Training geht auch im Schach nichts. Der große Unterschied zu anderen Sportarten ist, dass sich die Spieler des SK 32 häufig gar nicht sehen, obwohl sie gerade miteinander trainieren.

 

SK 32 Münster 2009
Christoph Kamp sah auch kein Land gegen Solingen.

Foto: Jean-Marie Tronquet

Da sitzen dann die vier Niederländer des SK 32 (Andre Frans Cuijpers, Karel van der Weide, Marinus Kuijf und Manuel Bosboom) in ihrer Heimat und schieben eine Übungseinheit mit ihren deutschen Kollegen - via Internet.

Abeneteur 2. Bundesliga

Seit zehn Jahren spielen die vier für den münsterschen Schachklub und erleben gerade das Abenteuer 2. Bundesliga mit. Nach der deutlichen 1:7-Niederlage gegen Aljechin Solingen II am Sonntag liegt der SK 32 auf dem vorletzten Platz und steckt drei Spieltage vor dem Saisonende in argen Abstiegsnöten. Nach jetzigem Stand müssen die drei letzten Teams die Liga verlassen. Weil neben den zwei Mannschaftspunkten, die es für einen Sieg gibt, auch die Brettpunkte - also die Punkte, die jeder einzelne Spieler sammelt - bei Punktgleichheit zählen, war "diese klare Niederlage verheerend", wie Spieler Christoph Kamp erklärt. Dass der SK 32 überhaupt in der zweithöchsten Spielklasse mitmischt, verdankt er auch einem Zufall: Weil sich der SV Betzdorf-Kirchen als Oberliga-Meister vor einem Jahr auflöste, rückte der SK als Tabellendritter nach und stieg auf.

Und die Saison begann vielversprechend, mit einem 4,5:3,5-Sieg gegen den SV Hofheim. "Das war eine Sensation", sagt Kamp. In den folgenden Partien wurde aber deutlich, dass das Niveau in der 2. Bundesliga sehr hoch ist. "Die Schärfe des Spiels ist eine ganz andere. Die Gegner agieren von Beginn an sehr druckvoll", erklärt Thomas Schlagheck, 1. Vorsitzender des SK 32.

Team im Geiste

Die münsterschen Denksportler versuchen neben ihrer individuellen Klasse, auch mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit die Liga zu halten. Denn auch wenn jeder für sich allein am Schachbrett sitzt, spürt man, wie es dem Kollegen geht und ergeht. Und: "Harmonie im Team ist die Grundlage für eine gute Konzentrationsfähigkeit", sagt Schlagheck.