Direkt zum Inhalt

Klick auf den Titel führt zur Seite und allen jeweiligen Artikeln, Klick auf das Datum direkt zu dem jeweiligen neuesten Artikel, in () die Anzahl der Artikel.

Erste U20-Jugend feiert Auftaktsieg gegen Katernberg

Am Sonntag hatte die erste Jugend ihre Wiederkehr in die Jugendbundesliga West. Als Saisonziel wurde die Qualifikation für die DVM ausgegeben, weswegen ein Auftaktsieg wichtig war.

 

Dennoch legten die Münsteraner einen guten Auftakt hin und kamen zumeist gut aus ihren Eröffnungen, vor allem Thomas Limberg (Brett 6) und Aaron Kamp (Brett 4) bekamen früh Aktivität und starke Figuren im Austausch für einen Isolani im Zentrum. Die Bretter 1 bis 3 sowie 5 verliefen ebenfalls sehr theoriegeprägt, sodass die jeweiligen Kontrahenten ihre Züge zunächst einfach abspulten und ausgeglichene Stellungen erzielten.

 

Der Übergang ins Mittelspiel brachte die ersten Vorteile auf die Bretter. Phillip Junks Gegner (Brett 2) hatte aus einer defensiven Stellung heraus Gegenspiel gesucht, wurde jedoch direkt ausgekontert und verlor zwei Bauern. Dafür geriet Adrian Kamp (Brett 3) zusehends unter Druck gegen ein mächtiges gegnerisches Läuferpaar. Aaron Kamp und Leonhard Ortmeier (Brett 1) gewannen zusehends Raum; Leonhard begann dabei auch, auf den schwachen weißen König zu zielen.

Lennart Schröder (Brett 5) suchte derweil Wege, die Bauernstruktur des Gegners für Turmangriffe zu schwächen.

 

Nach fast 4 Stunden endete die erste Partie. Obwohl Phillip zwischenzeitlich einen Bauern beim Übergang ins Turmendspiel verloren hatte, gelang mit zwei starken Zentrumbauern ein Angriff, der den Gegner ersatzlos mindestens einen Bauern, vermutlich jedoch fast schon einen Turm gekostet hätte, da im Anschluss besagte Zentralbauern auf die Grundlinie zustürmen würden.

 

Kurz danach erzielte Thomas Limberg Remis. Sein Gegner hatte im Zuge eines Gegenangriffs starke Drohungen gegen Thomas´ Figuren aufgestellt, welche dieser mit einem Königsangriff beantworten wollte. Die folgende taktische Verwicklung führte zum Dauerschach.

 

Leonhard Ortmeier hatte derweil sein Figurenspiel immer weiter ausgebaut und schaffte es zusehends, die gegnerischen Figuren schlechter zu stellen. Nach einem erzwungenen Damentausch forcierte er einen Springergewinn, was den Kontrahenten lediglich mit Bauern zurückließ. Diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr nehmen und verwertete sicher zum 2,5-0,5 für den SK.

 

Lennart hatte währenddessen ebenfalls eine Figur gewonnen, aber gegen zwei vorgerückte verbundene Freibauern zu kämpfen. Derweil kämpften Adrian und Aaron in leicht schlechteren Stellungen um ein Remis.

 

Adrian beendete zuerst seine Partie. Nachdem er das Läuferpaar des Gegners halbiert hatte, standen ungleichfarbige Läufer mit je einem Turm zu Buche. Obwohl er einen Freibauern abwehren musste, war das Unentschieden bald schon ungefährdet, was den ersten Mannschaftspunkt sicherte.

 

Auch Aaron strebte schnell dem Remis entgegen. Nachdem er durch einen leichten Fehler in eine passive Position gedrückt worden war, gelang ihm eine präzise Abwicklung ins Bauernendspiel. Dort wich er allen Fallen aus, die sein Gegner ihm stellte, und tauschte Bauer um Bauer, bis nur noch die Könige verblieben – Remis, 3,5-1,5 und der Sieg für Münster.

 

Lennart war die Freibauern des Gegners durch ein Läuferopfer losgeworden, hatte dessen König an den Rand gedrängt und wollte nun selbst einen Freibauern durchbringen. Sein Gegner stellte Falle um Falle, und tatsächlich sah es kurz knapp aus, als Lennart den König versehentlich ins Patt setzet und der Gegner einen „verrückten Turm“ startete. Doch kehrte die Präzision jedoch zu Lennart zurück; ungefährdet brachte er seinen König in Sicherheit von spielbaren Schachs, womit auch sein Sieg feststand.

 

Somit gewann der SK 4,5 – 1,5 (15:9 nach der 3-Punkte-Wertung) und sprang auf den geteilten 1. Platz vor.

Ein sehr gelungener Start in die Saison!