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Dritte mit Mannschaftsremis im Münster-Derby

Vergangenen Sonntag hatte die dritte Mannschaft ihren Auftakt – und dies direkt im Münster-Derby gegen Nienberge. Einige Ausfälle bei der Gastmannschaft sorgten dafür, dass wir hauptsächlich gegen Spieler ihrer zweiten Mannschaft spielen durften. Zahlenmäßig leicht favorisiert sollte es jedoch kein leichtes Match werden.

 

Denn wir gelangten schon früh im Rückstand, da Niklas seine Partie aufgeben musste. Im Italiener fand er nicht immer die richtige Fortsetzung, während sein Gegner seine Springer zum Königsflügel zog. Dort drangen sie entscheidend in Niklas Stellung ein, sodass er kurze Zeit später aufgeben musste. Kurz darauf einigte sich Dirk auf Remis, da die Partie sehr ausgeglichen verlief und nur wenig Ansatzpunkte für weiteres Spiel lieferte.

 

Ein weiteres Remis steuerte Stefan B. am dritten Brett zu. In einer beiderseits interessant, wenn auch nicht vollkommen fehlerfrei geführten Partie haben beide Spieler viel Zeit verbraucht. Nach einem unglücklichen Manöver war Stefan unzufrieden und bot bei unklarem Mannschaftsstand in ebenso unklarer Stellung Remis an, was sein Gegner annahm.

 

Ebenfalls ein wenig unzufrieden im Nachgang war Stefan M. mit seiner Partie, hatte er sich doch eine vielversprechende Stellung im Mittelspiel erarbeitet – bei gleichzeitig gutem Zeitpolster. Nur leider zog er seinen falschen Turm Richtung Zentrum, sodass sein Gegner eine Qualität gewinnen konnte. Als Kompensation hatte er aktives Figurenspiel, was ausreichte, um den Gegner zu einem Remis zu überzeugen.

 

Den Ausgleich brachte der dritte Stephan im Bunde ein. In einer Ben-Oni-ähnlichen Struktur gelang es ihm, seine Figuren zu aktivieren, dann verpasste sein Gegner einen wichtigen Figurenzwischentausch und ließ seine Dame auf h2 abklemmen. In schwieriger Stellung fand sein Gegner nicht die richtige Fortsetzung und stellte eine Figur ein, was ihn zur sofortigen Aufgabe zwang.

 

Nur leider wehrte der Ausgleich nicht lange, da Jörg einen rabenschwarzen Tag erwischte und seine Partie von vorne bis hinten „vermurkste“. Beim Stand von 2,5-3,5 mussten bei Daniels und Klaus Partien noch mindestens 1,5 Punkte her, um wenigstens noch das Mannschaftsremis zu halten.

 

Daniel versuchte in einem damenlosen Mittelspiel aus dem Läuferpaar Gewinn zu schlagen, fand aber keinen Weg, seinen Gegner wirklich unter Druck zu setzen. Schließlich entstand ein interessantes Läuferendspiel in dem Schwarz einen entfernten aber blockierten Doppel-Freibauern am Damenflügel und Weiß eine mobile vier zu drei Mehrheit am Königsflügel hatte. Daniel fand am Ende einen wichtigen Durchbruch, um durch eigene Freibauern ein Gegengewicht zu schaffen und so endete die Partie Remis. 

 

Nun musste aber Klaus in seiner etwas vorteilhafteren Stellung punkten. So zog sein Gegner seinen h-Bauern ein wenig zu weit vor und ließ seinen König im Zentrum, wo er immer etwas gefährdet stand. Klaus gelang es, den vorgepreschten h-Bauern einzusammeln und seine Figuren weiter zu aktivieren. Nach einem Fehler seines Gegners konnte Klaus ins Bauernendspiel abwickeln, was er letztendlich schnell zum Sieg führen konnte.

 

Am Ende stand ein 4-4 und die Frage, ob das eine (un-)glückliche Punkteteilung ist. Fest steht, dass wir einen Mannschaftspunkt zum Klassenerhalt mitgenommen haben und da fast alle anderen Mannschaftskämpfe auch 4-4 ausgegangen sind, gab es kaum Bewegung in der Tabelle. So bleibt es weiter spannend, wenn es schon am 11.10 gegen Ahaus weiter geht.